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Dr. H. Elgeti · Dr. J. Graen · Dr. P. Rieder · Dr. habil. R. Höfs · Dr. B. Dietrich · Dr. M. Blach Dr. V. Knigge · Dr. A. Farber · Dr. A. Bense · Dr. R. Merten
ÜBERÖRTLICHE RADIOLOGEN-GEMEINSCHAFTSPRAXIS AM MARSTALL 14/16 · 30159 HANNOVER
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Patienteninformation
CT / CT-Punktion | Angiographie (DSA) (PTA), Katheter | Angiographie (DSA) ohne Katheter | Magnetresonanztomographie (MRT) | Nuklearmedizin | Schmerztherapie | Strahlentherapie | Röntgen (Mammographie, Arthrographie, Phlebographie, Sonographie)
Informationen zur Kernspintomographie = Magnetresonanztomographie (MRT)
- Dieses Verfahren erzeugt Schnittbilder des menschlichen Körpers mit Hilfe eines starken statischen Magnetfeldes, wechselnden Magnetfeldern und Radiowellen, ohne Belastung durch ionisierende Röntgenstrahlen. Nach derzeitigem Wissensstand sind andauernde schädliche Auswirkungen auf den menschlichen Körper nicht bekannt.
- Die Untersuchung erfolgt in einem an beiden Seiten offenen, ca. 1, 60 m langen Tunnel, der gut beleuchtet und gelüftet ist. Ihre Lage im Tunnel ist von dem zu untersuchenden Körperteil abhängig. Klopfgeräusche während der Untersuchung sind in ihrer Lautstärke vom Gerätetyp und der Untersuchungsart abhängig und sollten Sie nicht beunruhigen.
- Mittels einer Sprechverbindung, Videoüberwachung und einer Klingel in Ihrer Hand bleiben wir während der gesamten Untersuchung mit Ihnen in Kontakt. Die Untersuchung selbst dauert je nach Fragestellung zwischen 10 und 30 Minuten und ist in einzelne Mess-Sequenzen von jeweils bis zu fünf Minuten Dauer unterteilt. Um eine gute Qualität der Bilder zu Gewähr leisten, sollten Sie sich während der Untersuchung nicht bewegen.
- Von der Untersuchung auszuschließen sind Patienten mit Herzschrittmachern, Defibrillatoren und implantierten elektronischen Hörhilfen. Bitte unterrichten Sie uns, ob Sie eventuell schwanger sind oder ein Kind stillen.
- Künstliche Gelenke, Platten oder Schrauben nach Knochenbrüchen stellen in der Regel keine Gefährdung für den Patienten dar. Um eine Gefährdung durch Magnetwirkungen zu vermeiden, informieren Sie uns bitte, wenn sich Gegenstände aus Metall in Ihrem Körper befinden.
- Bitte lassen Sie alle metallischen Gegenstände (Geldstücke, Uhren, Schlüssel usw.), Magnetartikel (z. B. Scheckkarten) sowie Zahnprothesen, Brillen oder Hörgerät in Ihrer Umkleidekabine.
- Während der Untersuchung sollten Sie unbedingt Kontakt zwischen entblößten Körperteilen vermeiden, da dies in seltenen Fällen, vor allem bei Neigung zu verstärkter Schweißbildung, zu lokalen Verbrennungen führen kann. Bitte melden Sie sich sofort über den Alarmball, falls Sie ein abnormes Wärmegeführ verspüren.
- Durch schnell wechselnde Gradientenfelder der Hochleistungssysteme ist es gelegentlich möglich, daß Sie Kribbelmißempfindungen oder unwillkürliche Muskelzuckungen spüren, die sich sofort nach Beendigung des Meßvorgangs zurückbilden.
- Unter Umständen ist zur besseren Abklärung Ihrer Erkrankung die Gabe eines Kontrastmittels in eine Vene erforderlich. Das zur MR-Untersuchung verwandte Kontrastmittel ist gut verträglich, es enthält kein Jod. Nebenwirkungen sind zwar selten, dennoch muss darauf hingewiesen werden, dass Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) wie Übelkeit, Hautausschlag und Atemnot auftreten können. Im Extremfall kann es zu lebensbedrohlichem Kreislaufversagen kommen.
Warum wird ein anderer vor mir aufgerufen?
In dieser Abteilung sind zwei Ganzkörpermagneten aufgestellt, an denen verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden. Für diese beiden Geräte werden Termine getrennt vergeben. Die Dauer der einzelnen Untersuchungen ist nicht gleich. Sie beträgt i.d.R. zwischen 15 und 30 Minuten.
Somit kann es vorkommen, dass jemand, der nach Ihnen gekommen ist, vorher aufgerufen wird.
Warum muss ich warten?
- Wartezeiten können durch Notfälle entstehen. Wir arbeiten eng mit dem Friederikenstift und anderen Krankenhäusern sowie niedergelassenen Fachärzten zusammen, deren Aufgabe die Akutversorgung von schwerkranken oder verletzten Patienten ist.
- Notfälle haben Vorrang, weil eine zeitnahe Diagnosefindung Voraussetzung für eine schnelle Behandlung ist. Akute Erkrankungen oder Verletzungen sind nicht planbar. Aus diesen Gründen können wir Sie nicht immer genau an dem vereinbarten Termin untersuchen.
- Für entstehende Wartezeiten entschuldigen wir uns!
Was ist vor einer MRT-Untersuchung zu beachten?
Das Verfahren wird seit mehr als 20 Jahren in der klinischen Routine eingesetzt. Gesundheitliche Risiken oder unerwünschte Wirkungen bei den verwendeten Magnetfeldfeldern sind bisher nicht beobachtet worden.
Das statische Magnetfeld der von uns verwendeten Geräte ist mit 1.5T um das 30.000fache stärker als das der Erde am Äquator mit 0,00005T (T = Tesla).
Aus diesem Grund dürfen metallische Gegenstände nicht mit in den Untersuchungsraum genommen werden, z. B.:
- Metallteile und medizinische Instrumente aller Art
- Feuerlöscher und Sauerstoffflaschen
- Elektronische Datenträger (Kreditkarten)
- Mechanische oder digitale Uhren, Handys
- CD- und MP3-Player
- Haarspangen, Schmuck (Ringe, Ketten, Piercing)
- Geldbörsen, lose Geldstücke, Feuerzeuge, Taschenmesser
- Gürtelschnallen, BH-Verschlüsse
In Abhängigkeit von den magnetischen Eigenschaften und ihrer Größe können in den Körper eingebrachte Metalle ein Problem darstellen. Dies betrifft eine mögliche Bewegung und eine übermäßige Erwärmung der Metallobjekte im Magnetfeld. Der zuständige Arzt entscheidet im Einzelfall, ob eine Gefährdung des Patienten besteht.
Vor jeder Untersuchung müssen entsprechende Implantate angegeben werden, z.B.:
- Granatsplitterverletzungen
- Aneurysmaclips und Drainagen im Gehirn
- Innenohrimplantate, Hörapparate
- Zahnspangen und -prothesen, insbesondere magnetische Implantate
- Herzoperationen:
- Herzklappen
- Bypässe, insbesondere mit magnetischen Verschlüssen
- Epikardiale Reizsonden
- Herzschrittmacher und Defibrillatoren
- Gefäßoperationen:
- Bypässe
- Gefäßstütze (Stent)
- Nerven- und Knochenwachstums-Stimulatoren
- Medikamentenpumpen (Insulin, Morphin)
- Künstliche Hüftgelenke
- Metallplatten nach Knochenbrüchen
Wer darf nicht mit der MRT untersucht werden?
- Eine absolute Kontraindikation für eine Untersuchung in der MRT stellen derzeit folgende Implantate dar:
- Herzschrittmacher und Defibrillatoren
- Innenohrimplantate (Cochlear implant)
- Aneurysma-Clips an den Hirnarterien, deren Metalleigenschaften nicht bekannt sind
Wird Kontrastmittel gegeben?
Zur Unterscheidung von gesundem und krankem Gewebe ist im Einzelfall die Gabe eines Kontrastmittels erforderlich.
Für MRT-Untersuchungen verwenden wir Gadolinium-Präparate. Gadolinium hat folgende Eigenschaften:
- Element aus der Gruppe, der seltenen Erden
- Umgeben von einem stabilen sog. Chelat-Komplex
- Wasserlöslich
- Kaum messbare Bindung an Eiweiss
- Ausscheidung über die Nieren
- Nach 90 min 50 % aus dem Blut
- Nach 24 Stunden 95 % aus dem Körper
- Keine Passage der Blut-Hirn-Schranke
- Keinen Einfluss auf Herz und Kreislauf
Wie wird das Kontrastmittel gegeben?
- Es wird eine Verweilkanüle (Braunüle) in eine Vene gelegt (z.B. Ellenbeuge).
- An die Verweilkanüle wird über ein Schlauchsystem eine Spritze angeschlossen.
- In Abhängigkeit von der Untersuchung wird das Kontrastmittel per Hand oder über einen Injektor verabreicht.
- Die Flussgeschwindigkeit beträgt 1–3mml/s.
- Anschließend wird das Schlauchsystem mit 20ml einer Kochsalzlösung gespült.
- Nach Abschluss der Untersuchung wird die Verweilkanüle entfernt und die Einstichstelle in der Haut mit einem Pflaster versorgt.
Merkt man die Kontrastmittelgabe?
Die Kontrastmittelgabe wird i. d. R. nicht bemerkt. Im Einzelfall kann ein lokales Kälte- oder Wärmegefühl auftreten.
Wie viel Kontrastmittel wird gegeben?
In Abhängigkeit vom Körpergewicht mindestens 5ml, höchstens 20ml.
Welche Kontrastmittel-Nebenwirkungen sind bekannt?
Die von uns verwendeten Kontrastmittel sind sehr gut verträglich und arm an Nebenwirkungen. Im Vergleich mit Röntgenkontrastmitteln weisen die von uns verwendeten Gadolinium-Präparate eine um den Faktor 3-4 geringere Nebenwirkungsrate auf. Auch bei diesen Medikamenten können allergische Reaktionen auftreten. Diese reichen von kurzfristiger Übelkeit bis zu einem anaphylaktischen Schock mit Todesfolge (Einzelfälle).
Was passiert bei einer Jodallergie?
Eine Gefährdung besteht nicht, da es keine Kreuzallergien mit jodhaltigen Kontrastmitteln gibt.
Was ist bei anderen Allergien und bei Asthma zu beachten?
Allergien sollen vor der Untersuchung angeben werden.
Was ist bei einer Zuckerkrankheit zu beachten?
Das Kontrastmittel hat keinen Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel. Es sind keine Wechselwirkungen mit Medikamenten bekannt
Was passiert in der Schwangerschaft oder während des Stillens?
- Während der Schwangerschaft erfolgt keine Gabe eines MRT-Kontrastmittels.
- Wenn die Untersuchung geplant werden kann, sollte eine Stillunterbrechung von 24 Stunden nach Kontrastmittelgabe erfolgen. Bei Notfällen werden Nutzen und Risiko im Einzelfall abgewogen.
Wie wird eine MRT-Untersuchung durchgeführt?
- Eine MRT-Untersuchung wird in der Regel ambulant durchgeführt.
- In Abhängigkeit von dem zu untersuchenden Körperteil wird der Patient mit den Füssen oder dem Kopf voran auf einer Patientenliege gelagert.
- Für den Empfang der Signale aus dem Körper werden sog. Spulen (Antennen) auf oder über die entsprechende Körperregion positioniert.
- Gegen die lauten Klopfgeräusche des Magneten erhalten alle Patienten einen Gehörschutz.
- Für eine möglichst komfortable Lage werden verschiedene Lagerungskissen verwendet.
- Auf einer Liege wird der Patient in den Magneten gefahren.
- Über eine Klingel kann er sich jederzeit bemerkbar machen. Eine Kommunikation mit dem Arzt oder der MTRA ist über eine Gegensprechanlage möglich.
- Während der Messungen ist eine absolut ruhige Lage erforderlich, damit die Aufnahmen nicht gestört werden.
- Die Untersuchungsdauer beträgt 15 bis 30 Minuten.
Was geschieht bei Platzangst?
- Patienten mit Platz- oder Raumangst sollten dies bei der persönlichen Befragung dem MR-Team angeben. Platz- und Raumangst hat vielfältige Ursachen. Die Ausprägung ist sehr unterschiedlich. Durch folgende Maßnahmen können wir Beklemmungsgefühle vermindern oder ausschalten:
- Bei einigen Untersuchungen ist der Kopf außerhalb des Magneten.
- Begleitpersonen können während der Untersuchung im Magnetraum bleiben, sofern es für sie keine Gefährdung darstellt.
- Musik kann über Kopfhörer eingespielt werden.
- Eine vermehrte Frischluftzufuhr im Magnetinneren verbessert das Wohlbefinden.
- Das Aufsetzen einer „Spiegelbrille“ läßt den Innenraum größer erscheinen.
- Im Einzelfall kann ein Medikament zur Beruhigung gegeben werden.
- Patienten mit bekannter Platzangst sollten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Begleitung anreisen, da nach Gabe eines Beruhigungsmittels die Teilnahme am Straßenverkehr nach STVO untersagt ist.
Wie werden Kinder untersucht?
- Die Gegenanzeigen für MRT-Untersuchungen entsprechen denen der Erwachsenen. Die Durchführung erfolgt in gleicher Weise.
- Die Anwesenheit der Eltern oder Begleitpersonen während der Messungen (Sicht- und Körperkontakt) ist möglich, sofern hiervon keine Gefährdung ausgeht. Auch einzelne Spielsachen, die keine Metallteile enthalten, können mitgenommen werden und/oder Musik kann über Kopfhörer eingespielt werden.
- In seltenen Fällen (abhängig vom Alter und der Erkrankung) müssen die kleinen Patienten unter Betreuung eines Narkosearztes kurzfristig durch Medikamente in Schlaf versetzt werden. Hierfür ist eine gesonderte Terminvereinbarung erforderlich, bei der wir gerne behilflich sind.
Schwangerschaft und MRT in unserer Praxis
- Vor jeder MRT-Untersuchung muss Auskunft über eine mögliche Schwangerschaft gegeben werden.
- Bei möglicher oder vorliegender Schwangerschaft wird kein Kontrastmittel verabreicht.
- Die Überprüfung der Indikation für eine MRT-Untersuchung erfolgt durch einen in der MRT erfahren Facharzt gemäß den aktuellen Empfehlungen der Strahlenschutzkommission (Verabschiedet in der 180. Sitzung der Strahlenschutzkommission am 19./20. September 2002, www.ssk.de)